Abstract
Psychosozialer Stress ist ein wichtiger Vorläufer von Krankheiten und verminderter Lebensqualität beim Menschen. Die biologischen Wege zwischen Stressexposition und pathophysiologischen Prozessen, die der Erkrankung zugrunde liegen, haben erhebliche wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten, obwohl die Rollen der hypothalamisch-pituitären-adrenalen Achse und des sympathischen Nervensystems noch nicht ausreichend verstanden sind. Die jüngste Aufmerksamkeit gilt der chronischen systemischen minderwertigen Entzündung als vielversprechendem Weg, da eine erhöhte Entzündung oft mit einer chronischen psychosozialen Belastung einhergeht. Diese Veränderungen der Entzündungsaktivität spielen eine Schlüsselrolle in der Pathophysiologie von Krankheiten, die von chronischer Belastung beeinträchtigt werden, wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vorübergehende Erhöhungen der systemischen Entzündung werden als Reaktion auf akuten psychosozialen Stress beobachtet, wobei größere Reaktionen bei Personen auftreten, die über ungünstige psychosoziale Zustände oder Zustände wie Depressionen, geringeres Selbstwertgefühl oder geringeres Selbstmitgefühl berichten. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass ein niedrigerer subjektiver sozialer Status und ein geringerer wahrgenommener Sinn im Leben mit der Sensibilisierung von entzündlichen Stressreaktionen auf wiederholte Stressbelastung verbunden sind. Die Ziele dieses selektiven Übersichtsartikels sind es, das aktuelle Wissen über die Rolle von akutem und chronischem psychosozialem Stress bei minderwertigen Entzündungen beim Menschen zusammenzufassen und mögliche Beziehungen zwischen entzündlichen Reaktionen auf akuten psychosozialen Stress und der langfristigen Entwicklung von Krankheiten zu diskutieren. (translated by DeepL)
Psychosocial stress is an important precursor of disease and reduced quality of life in humans. The biological pathways between stress exposure and pathophysiological processes underlying disease have received substantial scientific attention, although the roles of the hypothalamic-pituitary-adrenal axis and sympathetic nervous system remain insufficiently understood. Recent attention has focused on chronic systemic low-grade inflammation as a promising pathway because elevated inflammation often accompanies chronic psychosocial distress. These alterations of inflammatory activity play a key role in the pathophysiology of diseases that are adversely affected by chronic distress, such as cardiovascular disease. Transient increases in systemic inflammation are observed in response to acute psychosocial stress, with larger responses among individuals reporting adverse psychosocial states or conditions such as depression, lower self-esteem, or lower self-compassion. Recent evidence shows that lower subjective social status and perceived purpose in life are associated with sensitization of inflammatory stress responses to repeated stress exposure. The aims of this selective review article are to summarize current knowledge of the role of acute and chronic psychosocial stress on low-grade inflammation in humans and to discuss potential relationships between inflammatory responses to acute psychosocial stress and long-term development of disease.
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